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Die Märzumfrage der Initiative Bürgerstiftungen

Deutschlandkarte mit Pins

 

Hintergrund

 

Die Märzumfrage der Initiative Bürgerstiftungen dient der Transparenz und Übersichtlichkeit. Sie liefert wichtige Daten und Informationen über die Entwicklung der Bürgerstiftungen in Deutschland zu folgenden Themen:

  • Vermögen von Bürgerstiftungen 
  • Stifterentwicklung und ehrenamtliche Tätigkeit
  • Fördervolumen und Projektarbeit 
  • Treuhandverwaltung durch Bürgerstiftungen

Die Daten der Märzumfrage werden jährlich, nach Abschluss der Jahresberichte unter den Bürgerstiftungen in Deutschland abgefragt, von der Initiative Bürgerstiftungen ausgewertet und zum 1. Oktober, dem Tag der Bürgerstiftungen, veröffentlicht.

In die Erhebung werden nur die Bürgerstiftungen einbezogen, die den 10 Merkmalen einer Bürgerstiftung entsprechen.

Umfrage 2011

Auf dem Weg zur 200-Millionen-Grenze: Das Stiftungskapital der Bürgerstiftungen

Das in den letzte Jahren kontinuierlich wachsende Gesamtkapital der Bürgerstiftungen ist 2010 besonders stark gestiegen: Es liegt inzwischen bei 180 Millionen Euro. Allein die BürgerStiftung Hamburg erhielt eine Zustiftung von 15 Millionen Euro - Zahlen, die belegen, wie stark das Vertrauen in die Arbeit der Bürgerstiftungen gestiegen ist.

35 Bürgerstiftungsmillionäre in Stadt und Land

Die 35 Bürgerstiftungs-Millionäre

Dank ihrer aktiven Zustiftungswerbung, zunehmender Erbschaften von der Idee der Bürgerstiftung überzeugter Bürger und ihres sicheren Anlageverhaltens erfreuen sich inzwischen 35 Gütesiegel-Bürgerstiftungen der stolzen Zahl von 1.000.000 Euro und mehr auf dem Stiftungskonto. Dabei sind es nicht nur die ganz großen Zentren in Deutschland wie Hamburg, Frankfurt oder Dresden, die sich  Bürgerstiftungsmillionäre nennen dürfen, sondern auch kleinere Städte und Regionen unter 100.000 Einwohner, wie Arnsberg, der Landkreis Fürstenfeldbruck, Offenburg oder Rietberg. Die erste Million Euro Stiftungskapital einzuwerben gilt in Bürgerstiftungskreisen als die schwerste. Ansporn für jene, die noch vor dem Erreichen des Zwischenziels stehen, Ermutigung für jene, die diese Grenze bereits überschritten haben und neue Etappen anstreben.

Geschenkt: Das Spendenaufkommen

Für die Finanzierung ihrer gemeinnützigen Projektarbeit werben Bürgerstiftungen neben den Zustiftungen Spenden ein,die nicht in das Stiftungskapital einfließen,sondern zeitnah für Projekte ausgeschüttet werden. 2010 hat sich diese Zahl mit 4,3 Millionen Euro erneut erhöht. Bürgerstiftungen agieren in ihrer Region auch als wichtige Spendenvermittler, da sie lokale Initiativen unterstützen und dadurch Spendenwilligen sinnvolle Fördermöglichkeiten zur Auswahl stellen. Sie bilden keine Konkurrenz zu anderen gemeinnützigen Aktivitäten,sondern unterstützen sie nachhaltig in ihrer Arbeit. Man gibt nicht an die Bürgerstiftung, sondern durch die Bürgerstiftung.

Die unbezahlbaren Akteure: Zeitspender, Stifter und Ehrenamtliche in Bürgerstiftungen

Die Zahl der Stifterinnen und Stifter ist auch 2010 wieder gestiegen: Es sind nun 17.000 Menschen, die sich finanziell für die Ziele ihrer Bürgerstiftung einsetzen. Damit ist die Gruppe der Bürgerstifter die größte Gruppe lebender Stifter. Die Bürgerstiftungen sind aber nicht allein auf Zustiftungen angewiesen. Es bedarf auch der Bürger, welche die operativen Projekte der Bürgerstiftungen durchführen. Die IBS berechnete für das letzte Jahr eine Arbeitszeit von über 450.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit in Bürgerstiftungen, in denen Bürgerinnen und Bürger durch ihre Leistungen die Lebensqualität für sich und ihre Mitbürger deutlich verbessern. Darüber hinaus ist es für viele Bürgerstiftungen eine Hauptaufgabe, das Ehrenamt in ihrer Umgebung zu organisieren.Über Freiwilligen- oder Ehrenamtsagenturen finden freiwillige Helfer,personalbedürftige Institutionen und Hilfsbedürftige zusammen.

Stifter für Stifter: Die Treuhandstiftungen

Wie in den letzten Jahren hat die Treuhandverwaltung durch Bürgerstiftungen deutlich zugenommen: Mittlerweile ist mehr als ein Viertel des Vermögens aller Bürgerstiftungen treuhänderisch gebunden. Die Stifter nehmen damit das Dienstleistungs- und Moderatorenangebot der Bürgerstiftung an und nutzen die Bürgerstiftung mit ihrer lokalen Verankerung, um ihre Stifterinteressen zu verwirklichen. Dabei handelt es sich vielfach um einen Einzelstifter,der einen ganz konkreten Zweck verwirklichen oder seinen Namen dauerhaft erhalten will. Es gibt aber auch Vereine (z. B. Fußballvereine) oder Förder und Freundeskreise (z. B. eines Theaters), die eine Treuhandstiftung errichten,um einen Beitrag zur dauerhaft nachhaltigen Finanzierung ihrer Arbeit zu leisten.

Förderschwerpunkte der Bürgerstiftungen: Bildung und Jugend konstant hoch gefördert

Die zweckbezogene Aufteilung der Förderungen der Bürgerstiftungen

Die Hauptförderschwerpunkte der Bürgerstiftungen sind auch 2010 dieselben geblieben: Wie im Vorjahr werden die meisten Projekte in den Bereichen Jugend, Bildung und Erziehung gefördert. Gemeinsam erreichen diese Förderschwerpunkte über die Hälfte aller Zuwendungen der Bürgerstiftungen. Werden darüber hinaus noch die inhaltlich nahen Bereiche Soziales und generationsübergreifende Projekte hinzugezählt, erstrecken sich über zwei Drittel der Förderung auf direkt zwischenmenschlich orientierte Projekte. Bei den Einzelposten bleibt der Bereich Jugend zwar bei konstant hohen 27 % aber die Bildung ist mit 28% der größte Förderbereich. Weiterhin stark gefördert werden neben dem Sozialem (13%) auch Kunst und Kultur mit 10%. Es zeigt sich erneut: Die Vielfalt der Förderschwerpunkte spiegelt die Vielfalt der Bürgerstiftungen wieder, die sich je nach den Bedürfnissen vor Ort anderen gemeinnützigen Aufgaben widmen, und Bedarfe vor Ort erfüllen möchten.

Umfrage 2010

Bürgerstiftungen weiterhin auf Erfolgskurs

Als einer der wichtigsten Gradmesser im Bürgerstiftungsbereich bieten die Ergebnisse der Märzumfrage der Initiative Bürgerstiftungen einen aufschlussreichen Einblick in die Arbeit der deutschen Bürgerstiftungen. So wird nicht nur das Stiftungskapital oder das Spendenaufkommen und Volumen der Ausgaben, sondern auch der Umfang der ehrenamtlichen Tätigkeit für Bürgerstiftungen nachgefragt. Besondere Aufmerksamkeit verdient darüber hinaus die Verteilung der Förderschwerpunkte der Bürgerstiftungen.

140 Millionen: Das Stiftungskapital der Bürgerstiftungen

Die Bereitschaft zur Gründung bzw. zur Zustiftung in eine Bürgerstiftung ist trotz Finanzkrise ungebrochen, die Bürgerstiftungen bleiben auf einem stabilen Wachstumskurs. Wie im Jahr 2008 hat sich auch 2009 das Gesamtkapital aller Bürgerstiftungen mit 20 Millionen Euro um knapp 17% erhöht und erreicht nun eine Summe von 140 Millionen Euro.

Bürgerstiftungsmillionäre

Die erste Million an Stiftungskapital zu erreichen, gilt als wichtiger Meilenstein einer Bürgerstiftung. Inzwischen haben 29 Bürgerstiftungen diese Grenze, die eine bedeutende Summe an Erträgen und für die Fördertätigkeit der Stiftung bedeutet, überschritten. Immer mehr Bürgerstiftungen gelingt es durch transparentes wie erfolgreiches Wirtschaften, gute Öffentlichkeitsarbeit und vor allem ihre  überzeugende inhaltliche Arbeit, interessierte Bürgerinnen und Bürger für  Zustiftungen zu gewinnen. Als Motivation für das Fundraising aller  Bürgerstiftungen mag gelten, dass sich Bürgerstiftungsmillionäre nicht nur in Großstädten oder ihrer Umgebung, sondern auch in kleineren Städten und Landkreisen finden lassen.

Positives Spendenaufkommen

Um die Kosten für ihre gemeinnützige Projektarbeit aufbringen zu können, werben Bürgerstiftungen neben den Zustiftungen zusätzlich Spenden ein. Diese fließen nicht in das Stiftungskapital ein, sondern werden zeitnah für Projekte verwendet. Insgesamt haben Bürgerstiftungen auf diese Weise 2009 eine Gesamtsumme von 4,1 Millionen Euro sammeln können. Da sie mit diesen Zuwendungen nicht nur eigene, sondern auch andere gemeinnützige Projekte unterstützen, nehmen sie in ihrer Umgebung eine wichtige Rolle als Spendenvermittler ein, die durch ihre lokale
Kompetenz in der Lage sind, zahlreiche förderwillige Privatpersonen oder  Unternehmen zu beraten. Darüber hinaus wird so die Vernetzung und Kooperation der Akteure vor Ort zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger gefördert.

Die Akteure in Bürgerstiftungen

Die Bürgerstifterinnen und -stifter sind die größte Gruppe lebender Stifter! Ihre Zahl ist 2009 auf 16.000 Menschen gestiegen. Da Bürgerstiftungen in ihren Aktivitäten von Ehrenamtlichen getragen werden, ergibt sich für 2009 in der Summe die gewaltige Zahl von 385.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit, die von den Bürgerstiftungsakteuren geleistet wurde. Ehrenamtliche sind jedoch nicht nur für die Bürgerstiftung, sondern auch über die Bürgerstiftung aktiv: Zahlreiche Freiwilligenagenturen arbeiten unter dem Dach einer Bürgerstiftung und vermitteln in ihrer Region ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die unterschiedlichsten Lebensbereiche.

Bürgerstiftung als Dienstleister: Stiftungsfonds und Treuhandstiftungen

Wer stiften möchte, ist bei einer Bürgerstiftung an der richtigen Stelle: Viele Stifterinnen und Stifter nehmen das Service- und Beratungsangebot der  Bürgerstiftungen an und nutzen die Bürgerstiftungen mit ihrer lokalen und fachlichen Kompetenz, um ihre Stifterinteressen umzusetzen. Dabei können ganz konkrete Zwecke verwirklicht und/oder der eigene Name dauerhaft erhalten  werden. Viele Vereine sowie Förder- und Freundeskreise errichten eine Treuhandstiftung, um die nachhaltige Finanzierung ihrer Arbeit zu unterstützen.  Über ein Viertel des Vermögens aller Bürgerstiftungen (31,1 Mio. Euro) in  Deutschland ist mittlerweile treuhänderisch gebunden.

Das fördern Bürgerstiftungen: Jugend weiterhin Spitze, Heimatpflege wächst

Da Bürgerstiftungen viele verschiedene Zwecke fördern, ist es ein wichtiges Anliegen der Märzumfrage, im gesamtdeutschen Vergleich der Einzelausgaben die Schwerpunkte des Förderspektrums der Bürgerstiftungen abzubilden. Diese haben sich 2009 im Vergleich zu 2008 nur unwesentlich geändert. Die seit einigen Jahren führenden Themen Jugend und Bildung/Erziehung stellen – bei leichter Abnahme – mit großem Abstand weiterhin die beiden wichtigsten Förderschwerpunkte dar, gefolgt von den fast gleichauf liegenden Förderbereichen Soziales und Kultur. Eine klare Steigerung lässt sich allerdings für die Heimatpflege beobachten, die sich mit einer Steigerung von 4 auf 7 Prozent fast verdoppelt. Insgesamt bewährt sich die Vielfalt: Bürgerstiftungen fördern das Gemeinwohl auf einer thematisch
breiten Basis.

Umfrage 2009

Weit jenseits der 100 Millionen-Grenze: Das Stiftungskapital der Bürgerstiftungen

Ähnlich den letzten Jahren hat sich auch 2008 das Kapital um 20 % erhöht und ist auf die Summe von 120 Millionen Euro gestiegen. Im Vorjahr lag das Wachstum sogar bei 30 %. Die Zahlen belegen eindrucksvoll, dass trotz Finanzkrise die Bereitschaft, sich in einer Bürgerstiftung zu engagieren, weiterhin sehr hoch ist.

Bürgerstiftungsmillionäre in Stadt und Land

Dank ihrer aktiven Zustiftungswerbung, zunehmender Erbschaften von der Idee der Bürgerstiftung überzeugter Bürger und ihres sicheren Anlageverhaltens erfreuen sich immer mehr Bürgerstiftungen der stolzen Zahl von 1.000.000 Euro und mehr auf dem Stiftungskonto. Dabei sind es nicht nur die ganz großen Zentren in Deutschland wie Hamburg, Frankfurt oder Dresden, die sich  Bürgerstiftungsmillionäre nennen dürfen, sondern auch kleinere Städte und Regionen unter 100.000 Einwohner, wie Arnsberg, der Landkreis Fürstenfeldbruck,Offenburg oder Rietberg. Die erste Million Euro Stiftungskapital einzuwerben gilt in Bürgerstiftungskreisen als die schwerste.
Ansporn für jene, die noch vor dem Erreichen des Zwischenziels stehen, Ermutigung für jene, die diese Grenze bereits überschritten haben und neue Etappen anstreben.

Geschenkt: Das Spendenaufkommen

Für die Finanzierung ihrer gemeinnützigen Projektarbeit werben Bürgerstiftungen neben den Zustiftungen Spenden ein,die nicht in das Stiftungskapital einfließen,sondern zeitnah für Projekte ausgeschüttet werden. 2008 hat sich diese Zahl mit 3,5 Millionen Euro auf hohem Niveau stabilisiert. Bürgerstiftungen agieren in ihrer Region auch als wichtige Spendenvermittler, da sie lokale Initiativen unterstützen und dadurch Spendenwilligen sinnvolle Fördermöglichkeiten zur Auswahl stellen. Sie bilden keine Konkurrenz zu anderen gemeinnützigen Aktivitäten,sondern unterstützen sie nachhaltig in ihrer Arbeit. Man gibt nicht an die Bürgerstiftung, sondern durch die Bürgerstiftung.

Die unbezahlbaren Akteure:Zeitspender, Stifter und Ehrenamtliche in Bürgerstiftungen

Die Zahl der Stifterinnen und Stifter ist 2008 erneut gestiegen: Es sind nun 15.000

Menschen, die sich finanziell für die Ziele ihrer Bürgerstiftung einsetzen. Damit ist die Gruppe der Bürgerstifter die größte Gruppe lebender Stifter. Die Bürgerstiftungen sind aber nicht allein auf Zustiftungen angewiesen. Es bedarf auch der Bürger, welche die operativen Projekte der Bürgerstiftungen durchführen. Die IBS berechnete für das letzte Jahr eine Arbeitszeit von über 345.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit in Bürgerstiftungen, in denen Bürgerinnen und Bürger durch ihre Leistungen die Lebensqualität für sich und ihre Mitbürger deutlich verbessern. Darüber hinaus ist es für viele Bürgerstiftungen eine Hauptaufgabe, das Ehrenamt in ihrer Umgebung zu organisieren.Über Freiwilligen- oder Ehrenamtsagenturen finden freiwillige Helfer,personalbedürftige Institutionen und Hilfsbedürftige zusammen.

In der Verantwortung der Bürgerstiftungen: Die Treuhandstiftungen

Wie in den letzten Jahren hat die Treuhandverwaltung durch Bürgerstiftungen deutlich zugenommen: Mittlerweile ist mehr als ein Viertel des Vermögens aller Bürgerstiftungen (31,1 Mio. Euro) treuhänderisch gebunden. Die Stifter nehmen damit das Dienstleistungs- und Moderatorenangebot der Bürgerstiftung an und nutzen die Bürgerstiftung mit ihrer lokalen Verankerung, um ihre Stifterinteressen zu verwirklichen. Dabei handelt es sich vielfach um einen Einzelstifter,der einen ganz konkreten Zweck verwirklichen oder seinen Namen dauerhaft erhalten will. Es gibt aber auch Vereine (z. B. Fußballvereine) oder Förder und Freundeskreise (z. B. eines Theaters), die eine Treuhandstiftung errichten,um einen Beitrag zur dauerhaft nachhaltigen Finanzierung ihrer Arbeit zu leisten.

Förderschwerpunkte der Bürgerstiftungen: Jugend besonders wichtig

Der Hauptförderschwerpunkt der Bürgerstiftungen ist 2008 derselbe geblieben: Wie im Vorjahr werden die meisten Projekte in den Bereichen Jugend, Bildung und Erziehung gefördert. Gemeinsam erreichen diese Förderschwerpunkte über die Hälfte aller Zuwendungen der Bürgerstiftungen. Werden darüber hinaus noch die inhaltlich nahen Bereiche Soziales und generationsübergreifende Projekte hinzugezählt, erstrecken sich über zwei Drittel der Förderung auf direkt zwischenmenschlich orientierte Projekte. Bei den Einzelposten weist der Bereich Jugend den höchsten Zuwachs auf: Die 27 % des Jahres 2007 sind 2008 mit 35 % auf über ein Drittel der Gesamtförderungen angewachsen, was eine leicht geringere Förderung fast aller übrigen Bereiche bedingt. Jedoch gilt weiterhin: Die Vielfalt der Förderschwerpunkte spiegelt die Vielfalt der Bürgerstiftungen wieder, die sich je nach den Bedürfnissen vor Ort anderen gemeinnützigen Aufgaben widmen.

Umfrage 2008

Anzahl und Kapital der Bürgerstiftungen wachsen um 30 Prozent

Mit einem Kapitalzuwachs von 30 Prozent im letzten Jahr ist das Bürgerstiftungsvermögen von 75 Mio. Euro auf nunmehr 100 Mio. Euro angestiegen. Es gibt insgesamt 200 Bürgerstiftungen, von denen 166 das Gütesiegel des Bundesverbands Deutscher Stiftungen tragen. Seit 2003 vergibt der Bundesverband Deutscher Stiftungen das Gütesiegel an diejenigen Bürgerstiftungen, die den 10 Merkmalen einer Bürgerstiftung entsprechen. Im letzten Jahr sind 34 neue hinzugekommen und ergeben damit die Gesamtanzahl von 166 Bürgerstiftungen. Zum Vergleich: 2000 gab es insgesamt 24 Bürgerstiftungen.

Geld, Zeit und Ideen - Die Stifterinnen und Stifter in Bürgerstiftungen

13.000 Stifterinnen und Stiftern, engagiert in 166 Bürgerstiftungen, liegen die Belange ihres persönlichen Umfelds bzw. ihrer Region am Herzen und bewegt sie, „Gemeinsam Gutes anzustiften“. Der Einsatz der Stifterinnen und Stifter zeigt sich nicht nur im Anstieg des Gesamtkapitals. Auch die Zeit und die Ideen, die von den Stifterinnen und Stiftern eingebracht werden, sind beachtlich. Ehrenamtliche leisten mehr als 260.000 Stunden jährlich in den Bürgerstiftungen und steigern damit die Lebensqualität vor Ort.

Projektarbeit in Bürgerstiftungen

Bürgerstiftungen werden zu immer wichtigeren Unterstützern zukunftsorientierter, nachhaltiger Projekte in ihrer Region. 2002 bis Ende 2007 haben sie Projekte mit Mitteln in Höhe von 25 Millionen Euro gefördert. Allein im letzten Jahr konnten sie 7,5 (davon 3,5 Mio. Euro Spenden). Millionen Euro Erträge abschöpfen. Den Schwerpunkt ihrer Fördertätigkeit bilden dabei die Bereiche Jugend (27%), Bildung und Erziehung (25%) sowie soziale Zwecke (13%) gefolgt von Kunst und Kultur (11%), generationenübergreifende Projekte (7%), mildtätige Zwecke (5%) und andere.

 

„Millionäre“ unter den Bürgerstiftungen

Insgesamt verfügen 24 Bürgerstiftungen über ein Stiftungskapital, das über einer Million Euro liegt. An der Spitze stehen die Bürgerstiftungen: Citoyen/Frankfurt am Main (7.5 Mio.), Dresden (6.7 Mio.), Hamburg (4.5 Mio.), Stuttgart (3.7 Mio.), Gütersloh (3.4 Mio.),  Hannover (3.3 Mio.) und Braunschweig (3.3 Mio.).

Grafik Millionäre

Bundesländerranking - Spitzenreiter und Länder mit viel Potenzial

Die Spitzenreiter im Bundesländerranking sind: Nordrhein-Westfalen mit 38, Niedersachsen mit 38, Baden-Württemberg mit 31 und Bayern mit 16 Bürgerstiftungen. Länder mit Potenzial sind: Brandenburg mit drei, Sachsen-Anhalt mit zwei und das Saarland mit bisher keiner Bürgerstiftung.

Vision

„Testamentarische Zuwendungen zu Lebzeiten von überzeugten Bürgern werden in der Zukunft zu großen Kapitalzuwächsen führen. Beispiele in großen und kleinen Bürgerstiftungen sind hierfür erste Anzeichen“, so Nikolaus Turner, Leiter des Arbeitskreises Bürgerstiftungen Beirat im Bundesverband Deutscher Stiftungen.

Umfrage 2007

Erneut sprunghaftes Kapitalwachstum

Das Kapital aller Bürgerstiftungen ist nach den aktuellen Ergebnissen der sogenannten März-Umfrage der Initiative Bürgerstiftungen in diesem Jahr so stark gestiegen wie nie zuvor. Wuchs das Kapital jährlich bislang um gut 30%, so war dieses Jahr ein Anstieg von 44% zu verzeichnen: von 52 auf 75 Mio. Euro. Seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2002 förderten die Bürgerstiftungen mit über 21 Millionen Euro gemeinnützige Zwecke vor allem in den Bereichen Jugend, Soziales und Bildung.

Geld und Zeit: 10.000 Stifter und 200.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Zehn Jahre nach Gründung der ersten Bürgerstiftungen in Gütersloh gibt es in Deutschland mittlerweile rund 10.000 Stifterinnen und Stifter, die sich mit ihrem Stiftungskapital vor Ort einbringen. Damit ist die Gruppe der Stifter in Bürgerstiftungen eine der größten Stiftergruppen überhaupt. Zu diesem monetären Kapital kommt ein ideelles hinzu: Mehr als 200.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden im vergangenen Jahr zugunsten der operativen Projektarbeit und des Stiftungsmanagements in den Bürgerstiftungen erbracht. Dies entspricht einem Gegenwert von 3.2 Millionen Euro - "Sozialkapital", das Bürgerstiftungen zusätzlich jährlich in die Gesellschaft einbringen, seit Beginn also weitere 30 Mio. Euro.

Jugendprojekte stehen an erster Stelle der Förderung

Bei der Hitliste der Schwerpunkte der Förderarbeit stehen in 2006 die Themen Jugend (32%) Soziales (22%) und generationenübergreifende Projekte (13%) auf den ersten Plätzen der Förderprojekte. Das Thema Bildung rangiert mit 10% auf Platz vier, gefolgt von Heimatpflege (6%) und Kunst & Kultur (4%).

Gütesiegel des Bundesverbands Deutscher Stiftungen

Anlässlich des Tags der Bürgerstiftungen am 1. Oktober 2007 vergibt der Arbeitskreis Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen 30 neue Gütesiegel. Bei der Vergabe der Gütesiegel an Stiftungen, die sich dem amerikanischen Modell der Community Foundation orientieren, wird von der Jury kritisch geprüft, ob die Bürgerstiftungen verschiedene Zwecke verfolgen, transparent arbeiten und unabhängig sind von politischen Parteien, Unternehmen, Banken und einzelnen Stiftern. Derzeit haben 133 Bürgerstiftungen das Gütesiegel des Bundesverbands inne. Das Gütesiegel wurde erstmals im Jahr 2002 vergeben und ist im Stiftungssektor bisher einmalig.

Treuhandstiftungen im Trend

Die Treuhandverwaltung durch Bürgerstiftungen ist stark im Kommen: Mittlerweile wird mehr als ein Viertel des Vermögens (20 Mio. Euro) aller Bürgerstiftungen treuhänderisch verwaltet. Die Stifter nehmen damit das Dienstleistungs- und Moderatorenangebot der Bürgerstiftung an und nutzen die Bürgerstiftung mit ihrer lokalen Verankerung, um ihre Stifterinteressen zu verwirklichen.

 
© 2011 Initiative Bürgerstiftungen